„Ausflug nach Kleve“ – ein Reisebericht

Geschrieben von Jeannette Mathieu-Bücker, 10. Oktober 2026

Am 10. Oktober führte uns unsere Tagesreise nach Kleve. Hier einige Gedanken zu unserem Tag: zunächst wurden wir von einem sachkundigen Führer durch die eindrucksvollen Klever Gärten geführt. Im 17. Jahrhundert machte der brandenburgische Stadthalter im Großherzogtum Kleve, Johann Moritz v. Nassau-Siegen, sich zum Ziel, seine Residenzstadt und ihr Umland zu einer nie dagewesenen Parklandschaft umzugestalten. Mit den Klever Gärten setzte er sich ein Denkmal, das von Berlin bis Versailles vielfach als Anregung diente. 

Jakob v. Campen, der mit der Ausführung der Arbeiten betraut war, legte als zentralen Punkt den Sternberg an, von dem zwölf Alleen ausgingen, die auf besondere Aussichtpunkte gerichtet waren. Besonderer Blickfang ist bis heute das Amphitheater am Springenberg. Während der Napoleonischen Kriege wurden Teile der Gartenanlage zerstört und sollten 1821 unter preußischer Herrschaft wieder aufgebaut werden. Gartenarchitekt Maximilian F. Weyhe plante die Neugestaltung und gab den von barocker Symmetrie geprägten Anlagen den Charakter eines englischen Landschaftsgartens. Was für ein Vergnügen durch solch einen Park geführt zu werden!

Alle 18 Reiseteilnehmer freuten sich nun darauf, sich anschließend bei üppiger Niederrheinischer Kaffeetafel stärken und aufwärmen zu können.

Nach einer kurzen Anfahrt mit dem Bus ging die Reise weiter zur Besichtigung des Koekkoek-Hauses in Kleve, eine Perle der Romantik! Das Koekkoek-Haus ist ein Museum (gerade fertig renoviert in frischesten Farben) im früheren Wohnhaus des niederländischen Landschaftsmalers Cornelis Koekkoek. Der Maler kam 1834 als erfolgreicher Landschaftsmaler nach Kleve. Von hier aus belieferte er Ausstellungssalons in Amsterdam, Brüssel, Paris und anderswo. Hochrangige Kunden, wie das niederländische und preußische Königshaus oder der russische Zar, schätzen sein Werk und bescherten ihm als Käufer und Sammler materiellen Wohlstand. Was für ein großes Geschenk für unseren Freundeskreis, dieses herrliche Bauwerk im Stil italienischer Renaissance, ausgestattet mit seiner großartigen Kunst, besuchen zu dürfen!

Im Anschluss hatte jeder von uns die Möglichkeit, auf eigene Faust das Zentrum von Kleve zu erkunden, bevor die Heimreise nach Benrath angetreten wurde. Danke an Frau Schiefer und all die Organisatoren für diesen fantastischen Ausflug!

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